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Verkehrte Welt

Februar 22, 2007

Die Familiendebatte um die unterschiedlichen Postitionen innerhalb der CDU, der Bundesregierung wie -republik bezüglich Kitas will ich hier gar nicht nochmal aufwärmen.
Immer amüsanter wird es jetzt nur, wie sich die Kirchen einmischen, vor allem die katholische Kirche, die auf einmal (aufgrund unzähliger an Kirchen hängender Kitas, die nunmal irgendwie auch erhalten bleiben wollen – scheint ja doch nicht sooo unlukrativ zu sein).

Der Augsburger Bischof Walter Mixa will aber jetzt da auch nicht mitmachen. Wie sueddeutsche.de berichtet, hält er die Pläne der Familienministerin von der Leyen

„schädlich für Kinder und Familien und einseitig auf eine aktive Förderung der Erwerbstätigkeit von Müttern mit Kleinkindern fixiert“

Er schafft es dann sogar mit quasi-linken Parolen, seine Argumentation fortzuführen, denn des Weiteren sei das Vorhaben

„vorrangig darauf ausgerichtet, junge Frauen als Arbeitskräfte-Reserve für die Industrie zu rekrutieren“

Am Besten gefällt mir daran ja noch, dass er findet, Frauen würden ausgerechnet dadurch zu „Gebärmaschinen“ degradiert. Immerhin frage ich mich doch, wie das in seinem Weltbild aussähe. Frauen sollen zu Hause bleiben und auf die Kinder aufpassen. Vielleicht nicht zwingend die Gebärmaschine, aber dennoch die Kindermaschine oder? Und warum überhaupt Frauen. Hat er denn wirklich noch nicht verstanden, dass dies sehr wohl und gut und gerne und wünschenswert auch eine Aufgabe einese Mannes sein kann. Oder von zwei Frauen oder gar: (hui hui!) von zwei Männern. Oder gar drei. (Aber wir wollen ja nicht zu forsch sein, sonst verschrecken wir den armen Mann noch.) Achja, und um meine Behauptung bezüglich seines Weltbildes noch nicht zu „aus der Luft gegriffen“ wirken zu lassen:

Die „wirklichen Profis“ der Erziehung eines Kindes seien dessen Eltern und besonders die Mutter.

Ganz toll auch die altsozialistische Verschwörung, die anscheinend noch niemand bemerkt hat. Vor allem die Rot-Grüne Regierung ist ja ein Übel, dass direkten Weges aus der sozialistischen DDR-Regierung kam. So scheint es.

Der Bischof kritisierte ferner, dass im Familienministerium nach wie vor dieselben leitenden Mitarbeiter und Berater tätig seien wie unter Rot-Grün: „Da herrschen immer noch die alten sozialistischen Vorstellungen, die von der neuen Familienministerin jetzt mit dem Etikett ’christdemokratisch’ geadelt werden.“

Mixa sagte, die Denkmuster des Familienministeriums erinnerten in beklemmender Weise an die Ideologie der staatlichen Fremdbetreuung von Kindern in der untergegangenen DDR.

Und „christdemokratisch“ ist eine Adelung. Darauf einen Molotow-Cocktail! Amen.

Nachtrag: Ähnliches sagt auch Juli in seinem Blog. Sogar mit Rückgriff auf meinen. Ist das nicht schön?

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