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fzs-Vorstand gruselig

Juli 29, 2007

Nachdem wir uns nun doch nicht aufgelöst habe, möchte ich spätestens nach den Vorstandswahlen meiner Studierendenvertretung empfehlen, aus dem fzs auszutreten.

Der Vorstand besteht aus vier unfähigen Menschen, die ich hier hart quotiert vorstellen möchte.
Da haben wir zuerst die gute Imke Buß. Die gute Imke Buß stimmt gerne mal gegen hart quotierte Redelisten und streitet dies in ihrer Kandidaturbefragung wieder ab. Wird sie zu ihrer Meinung zur „Selbstvertretung strukturell benachteiligter Minderheiten“ befragt, muss sie sich erstmal nach dem Wort „Selbstvertretung“ erkundigen, die Frage schriftlich vor sich liegen haben, eine Denkpause einlegen und schafft dann nur einen kleinen Ein-Wort-Kommentar: „wichtig.“ Zur Frage von Blockieren als legitimes Mittel des zivilen Ungehorsams wiederum äußert sie sich zutiefst großzügig: „Verbieten würde ich es niemandem.“ Des weiteren ist die gute Imke Buß auch noch Mitglied im AStA der Uni Göttingen. Die Uni Göttingen ist mir sehr sympathisch, aber mit ihrer Stimme hat die Studierendenvertretung anscheinend lieber mal Geld für die „Selbstvertretung strukturell benachteiligter Minderheiten“ gekürzt – in dem Falle Geld von studierenden MigrantInnen -, um die AStA-Zeitung mehrfarbig drucken zu können. Das hätte sie doch sagen können. Ist doch nicht so schlimm. Ein bisschen Rassismus schadet sicher nicht. Und dann hätte sie auch noch sagen können, dass sie das politische Mandat der Studierendenschaften für nicht erstrebenswert hält. Und dies vielleicht auch nicht einfach nur mit „wichtig“ abtun, wenn eh alle hier wissen, dass sie nichts davon hält. Aber gut, das muss ja auch nicht sein.
Dann haben wir hier noch den lieben Martin Menacher. Der liebe Martin Menacher hat irgendwie ein seltsames Demokratieverständnis. Demokratie ist, wenn er kandidiert. Wenn er nicht gewählt wird, kandidiert er einfach so lange, bis dem der Fall ist. So geschehen auf der MV des DAAD (deutscher akademischer austauschdienst). Weil das ist ja auch das Beste für die Studierendenschaften. Jedenfalls seiner Meinung nach. Und Inländer können die Ausländer eh besser vertreten. Warum der liebe Martin so lieb ist? Ach, der ist einfach nur noch nett. Zum Ausrutschen.
Da hätten wir dann noch die kleine Regina und den süßen Florian, die beide inhaltlich flache Positionen vertreten, aber sich nicht so krasse Schnitzer erlaubt haben. Dahingehend würde ich sagen: Nicht wählen, weil sie nicht wissen was sie tun.

Warum meine Wunschkandidaten beide nicht reingekommen sind, kann ich mir nur mit der unglaublichen Blindheit und Uneffektivität dieses Verbandes erklären. Dekonstruktives Potential überall, jetzt auch noch im Vorstand.
Deswegen die Empfehlung.
Ich bin erschüttert.

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17 Kommentare leave one →
  1. Anonymous permalink
    Juli 30, 2007 6:42 pm

    Hallo Katharina,

    schön, deine Einschätzung des Vorstandes hier lesen zu können. Ich würde mich sehr freuen, wenn wir beide deine Einschätzung auf der MV hätten diskutieren können. Vielleicht hätte ich ja noch etwas von dir lernen können, ich lerne gerne zu meinen inhaltlich flachen Positionen dazu.

    Als inhaltlich flach würde ich deine Einschätzung nämlich keineswegs bezeichnen, vielleicht jedoch als ein bisschen beleidigt?

    Viele Grüße,
    Regina

  2. Anonymous permalink
    Juli 30, 2007 7:43 pm

    Schöne Analyse der KandidatInnen… Die Wahl hat die Entscheidung eindeutig bestätigt (bzgl Austritt)..Bin immer noch geschockt…

  3. katharina permalink
    Juli 30, 2007 10:05 pm

    Hallo Regina,

    kein Ding, ich bin ja immer für offene Ehrlichkeit. Auf der MV hatte ich nicht das Gefühl, du hättest das Gespräch mit mir gesucht, was ich wohl getan habe. Aber das kann ja auch eine Fehleinschätzung sein.

    In deinem Kommentar sehe ich die Frage, warum ich deine Positionen für inhaltlich flach halte.
    Da dies allerdings eine Einschätzung darstellt und keine wissenschaftliche-politische Analyse, kann ich keine ausführliche Antwort dazu abgeben, sondern nur den Eindruck schildern, den ich hatte, als ich mit dir gesprochen hatte und als du dich vor dem Plenum vorgestellt hast.

    Aus welchen Gründen sollte ich beleidigt sein? Dem ist nicht der Fall, denn ich kam vollkommen unbeleckt auf diese MV. Einschätzungen von VorgängerInnen haben sich lediglich auf die Arbeitsweise bezogen, jedoch hatte ich keine politische Beeinflussung. Nach meiner Erfahrung in mehreren politischen Gremien war ich von dieser Veranstaltung allerdings schlichtweg geschockt.

    Der Kommentar zum Vorstand stellt eine persönliche Einschätzung und Meinung dar. Ich stelle mir unter einem politischen Verband nunmal mehr vor als einen Dachverband, der ob der Vertretung aller Meinungen auf einmal gar nichts mehr vertreten kann. Und ich wünsche mir von einem politischen Lobbyverband mehr als nur Service, nämlich Position.

    Liebe Grüße,
    katta.

  4. Anonymous permalink
    Juli 31, 2007 5:17 pm

    Hallo Katharina,

    … naja, ich denke, es steht sich nicht schlecht, wenn man Aussagen wie „inhaltlich flach“ dann auch begründet. Und mir stellt sich in der Tat auch die Frage, wie man diese Beurteilung abgeben kann auf Basis eines Mittagessenstischgesprächs, welches sich hauptsächlich um die Frage der Spezies Mensch/Tier/Pflanze und der Sinnhaftigkeit von Kategorien wie „links oder rechts“ dreht und eine 30minütigen Beantwortung von Fragen, die wenig Raum für inhaltliche Beiträge liessen. Auf die Auswahl der Fragen hatte ich schließlich keinen Einfluss.

    Viele Grüße,
    Regina

  5. katharina permalink
    Juli 31, 2007 6:17 pm

    Hallo Regina,

    Dann stürz ich mich mal auf das Thema Feminismus, wo ich keine Position feststellen konnte bei dir. Du findest das anscheinen prinzipiell gut, schaffst es aber nicht einmal geschlechtergerecht zu sprechen.

    Speziesismus ist ein politisches Thema und du hast dich nicht ernsthaft dazu geäußert. Ebenso kann in 30 Minuten oft mehr gesagt werden als in 2 Tagen! Rede dich doch nicht darauf hinaus, dass du dir die Fragen nicht aussuchen konntest, wenn du sie unzureichend beantwortet hast. Mögliche Verbandsaustritte empfindest du als monetäre Drohung. Hast du dir schonmal überlegt, dass die Hochschulen, die austreten Gründe haben, ihr Geld nicht in einen Verband zu stecken, von dem sie sich keine politische Vertretung mehr erhoffen können?

    Links und Rechts mögen Kategorien sein. Genauso wie Frau/Mann. Und ich bin wahrlich keine Freundin von Kategorien, sehe aber beispielsweise in gesellschaftlichen Zusammenhängen, dass meine Eltern davon überfordert sind, wenn ich ihnen mit der Theorie der Gender Dekonstruktion komme. Also definiere ich mich einfachheitshalber als Frau. Zu sagen, ich bin weder links noch rechts, weil ich mich nicht in Kategorien einteilen lassen will, ist in einem politischen Kontext somit auch nicht verständlich, denn damit signalisierst du Beliebigkeit. Wenn dir das nicht bewusst war, kannst du ja nochmal drüber nachdenken. Denkanstöße vermittle ich ja gerne.

    Liebe Grüße,
    katta.

  6. Anonymous permalink
    August 1, 2007 10:06 pm

    hallo katta,

    ich kann deine einschätzung der vorstandspersonen nur teilen…was ich noch viel verheerender fand, war, dass sich keine/r der kandidatInnen konstruktiv mit der verbandsentwicklung auseinander gesetzt hatte bzw. einen redebeitrag dazu geleistet hatte…wer in einem verband eine repräsentative rolle übernehmen will, der/die muss auch in der diskussion stellung beziehen und nicht nur: „ja ist ein wichtiges thema…mmmhhh….damit müssen wir uns mal auseinander setzen…“
    das war/ist ein armutszeugnius und ist exemplarisch für diesen verband….schlaf schön weiter fzs…wir werden dich nicht mehr wecken!
    radikaldemokratische grüße
    björn

  7. katharina permalink
    August 2, 2007 12:43 am

    oh dankeschön!

    Warum sind mir RadikaldemokratInnen nur immer so sympathisch.

    faust hoch!
    katta.

  8. Anonymous permalink
    August 2, 2007 8:38 am

    Hallo Katharina, aber vor allem, hallo Regina,

    schön, dass Du Dich hier äußerst. So hat man wenigstens Gelegenheit nochmal zu lesen, was Du dazu denkst.

    Ich hab nur noch eine Frage, ich komme nicht umhin Katharinas Einstellung zum Vorstand zu teilen. Und wenn ich mir die Medien ansehe, dann wird auch kaum ein gutes Haar am fzs gelassen. Übergebühr schreibt sogar etwas von einem rechts-Vorstand.
    Wie passt das nun mit Euch, und dem Bild, das ihr zu vermitteln versucht zusammen? Wieso gibt es keine positiven Berichte, wenn doch alles im Grünen Bereich ist, so wollen mir Eure Aussagen erscheinen…

    Sehr verwunderte Grüße

  9. Anonymous permalink
    August 2, 2007 3:38 pm

    Die Position meiner Vertreter zu der Frage wie sinnvoll die Einteilung rechts/links heute noch ist, ist selbstverstaendlich eine hochpolitische Sache. Und obwohl ich weder auf der MV war und auch kein Student mehr bin, kann ich doch sagen, dass Leute, die rechts-links heute noch im klassischen Sinne zu ernstnehmen fuer mich weder als Diskussionspartner noch als Vertreter eignen wuerde. Und eine Diskussion ueber Mensch/Tier/Planze kann durchaus erhellende Einsichten in die Denkweise eines Menschen bringen.

  10. Anonymous permalink
    August 2, 2007 3:41 pm

    Die Position meiner Vertreter zu der Frage wie sinnvoll die Einteilung rechts/links heute noch ist, ist selbstverstaendlich eine hochpolitische Sache. Und obwohl ich weder auf der MV war und auch kein Student mehr bin, kann ich doch sagen, dass Leute, die rechts-links heute noch im klassischen Sinne zu ernstnehmen fuer mich weder als Diskussionspartner noch als Vertreter eignen wuerde. Und eine Diskussion ueber Mensch/Tier/Planze kann durchaus erhellende Einsichten in die Denkweise eines Menschen bringen.

  11. Anonymous permalink
    August 2, 2007 7:12 pm

    Also wenn ich mal aus der Ferne von gut 30 km und einige Tage so das betrachte, was ich zum neuen Vorstand, der Wahl, der Befragung und den Prozessen rundherum so höre und letztlich per Austrittsankündigung bestätigt sehe, dann kann ich nur eines sagen: „Es mag zwar von Zynismus tropfen, aber dort wo es Wellen schlägt, ist längst kein Ufer mehr zu sehen.“ Alles in allem eine treffende Einschätzung.

  12. Anonymous permalink
    August 2, 2007 7:25 pm

    Was soll ich sagen? Recht hast du, auch wenn ich nicht alles ganz so sehe wie du. Z.B. hätte man ruhig noch zwischen Regina und Florian unterscheiden können. Ich kenne ja Regina nun schon ein wenig länger, und ich weiss da sie mehr drauf hat. Aber Florian?? Ich habe von ihm nichts inhaltliches mitbekommen, aber auch gar nichts…

    Naja, vielleicht kann der neue Vorstand sich ja bei einer Tasse Kaffee auf dem Ku(h)`damm über die inhalte verständigen. Genug Geld hat er ja, dank dem neuen Haushalt.

    Mit solidarischen Grüßen

    ein (noch) Aktiver im Verband)

  13. pusztapunk permalink
    August 3, 2007 10:03 am

    Genau, bevor die „neuen“ ihre Arbeit auch nur überhaupt begonnen haben, werden sie im ersten Satz des Beitrages als unfähig abqualifiziert. Applaus! Inhaltlich genauso fundiert, wie die ständigen Vorwürfe gegen Martin Menacher, von dem weiterhin ernsthaft behauptet wird, dass er der Meinung wäre, dass „InländerInnen“ „AusländerInnen“ besser verteten könnten… Schon mal jemanden gefragt, der sich mit dem BAS Auskennt? Nein? Na dann, viel Spaß beim weiterpöbeln!

  14. Anonymous permalink
    August 5, 2007 7:58 am

    Florians Kandidatur dürfte auch weniger seiner inhaltlichen Kompetenz, als dem schon länger verfolgten Ziel „mehr Jusos in fzs-Ämter“ zu verdanken sein. Erfolgreich war es ja: Der Verband ist näher dran, ein zweiter Juso-Hsg-Bundesverband zu sein, als jemals zuvor. Für die Jusos sicher schön, für alle anderen weniger…

  15. Simone permalink
    August 11, 2007 12:10 pm

    Schön, dass man mal die Namen der neuen Vorstandsmitglieder kennenlernt. Als Normalstudi einer (Noch-)Mitgliedshochschule, die nicht auf MVen herumspringt, erfährt man über die fzs-Homepage nämlich keine Namen!

  16. schmettern permalink*
    Juli 27, 2008 10:33 am

    Anonymer Kommentar, der noch auf meinem alten Blog veröffentlicht wurde und zwar gerade eben:

    „Zuerst einmal muss ich wieder bedauert feststellen, wie hier teilweise Mitglieder des fzs den eigenen Verband schlecht reden. Sollte es nicht im zentralen Interesse sein, dass die studentische Vertretung endlich wieder alle mitnimmt? Scheinbar wollen das die eigenen Mitglieder der Organisation nicht sondern lieber einen exklusiven Club, der dann meint, Studenten zu vertreten.

    Ok, den Vorstand über Parteizugehörigkeit zu organisieren ist defintiv nicht das gelbe vom Ei, aber letztendlich wird wohl jeder hier seine parteiliche Präferenz haben, er lebt sie halt nicht so sehr aus.

    Zu kattas persönlicher Meinung kann ich auch nur feststellen, dass dieser selber inhaltliche Tiefe fehlt, und wieder alte Themen wie quotierte Redelisten in Angriff genommen werden, ein Thema dass das Groß der Studenten garnicht kennt oder kapiert.

    Der fzs muss endlich mal in die Zukunft sehen und ein moderner, gut organisierter Verband werden, der sich am Ergebnis misst und sich nicht durch interne Machtkämpfe zerfrisst.

    Soviel von einem außenstehenden Studenten. Gruß.

    27. Juli 2008 10:28:00 CET“

  17. schmettern permalink*
    Juli 27, 2008 10:37 am

    Nun meine Antwort:

    Der Artikel wurde vor gut einem Jahr geschrieben. Meine Kritik zum fzs ist immer noch vorhanden, allerdings inzwischen auch fundierter.

    Bzgl. der Quote muss ich sagen: Wenn das immer noch zu wenig Student_innen was sagt, dann fehlt es hier an Bildungsarbeit. Deswegen lass ich mir aber noch lang nicht meine unveräußerlichen Menschenrechte nehmen und will hier sprachliche und öffentliche Gleichberechtigung. Witzig eigentlich, dass du sagst, dass der fzs dennoch ein moderner Verband werden soll. Natürlich ohne Quote, wa?

    Persönlich finde ich es übrigens super-schade und total unnötig, dass einzelne parteilich gebundene Leute (und das sind durchaus auch Leute, die meiner Partei angehören, aber die hat ja immer Recht), die gesamte Struktur der studentischen Selbstvertretung, die jahrelang mühevoll aufgebaut wurde, zerstören. Hab ich kein Verständnis für.

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