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I wouldn’t steal!

Januar 22, 2008

Juchu! Nein, ich klaue keine Handtaschen, keine Fernseher und überhaupt auch keine Autos! Aber ich lade Filme runter! Jawoll! (Eigentlich fast schon Selbstanzeige Nr. 2). Tolle Kampagne der Europa-Grünen dazu:

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7 Kommentare leave one →
  1. ekeldude permalink
    Januar 22, 2008 7:02 pm

    Ich find die blöd. Wer wird denn irgendwann mal die Filme bezahlen, wenn keiner sie kauft. Und gerecht ist das doch nicht, wenn ich bezahlen muss um die Filme zu sehen und andere nicht, oder??

    Der Spot ist doof, weil er suggeriert, im Internet gäbe es kein Eigentum. Vielleicht ist das faktisch auch so… das heißt aber nicht, dass man respektvoll mit dem Erzeugtem von anderen umgehen kann!

  2. katharina permalink
    Januar 22, 2008 7:43 pm

    Natürlich braucht es eine alternative Finanzierung von Filmen. Die Frage ist nur, ob das unbedingt – streng konservativ – über materielle Güter laufen muss (also Rohlinge, Tonträger, DVDs etc.) oder ob nicht – angesichts der neuen Technologien – auch neue Vertriebswege und Finanzierungsgestaltungen her sollten.

    Ich glaube, die Europafraktion möchte diese Frage mal aufwerfen.

  3. ekeldude permalink
    Januar 23, 2008 2:13 pm

    Weisst du, dass schreit irgendwie nach Anarchie. Und dafür ist der Mensch noch nicht bereit. „Wo die Liebe nicht herrscht, da herschen Gesetze!“

    Der Spot ist doof…

  4. katharina permalink
    Januar 23, 2008 2:42 pm

    Schreit gar nicht nach Anarchie. Wenn wir uns mal auf Filme begrenzen, muss gesagt werden, dass diese derzeit sehr stark gefördert werden. Und das ist ja erstmal gar nicht schlecht und sollte zwingend so weiter beibehalten werden. Und dann heißt freies Filesharing ja auch nicht, dass dann gleich Kinos etc. sterben. Manchmal will ich einfach Kino-Atmosphäre, weil ich eine kleine Cineastin bin. Für das „Service-Angebot“ (Umfeld, Leinwand etc.) zahl ich auch gerne mal (mehr) für einen Film. Des Weiteren kaufe ich mir auch ab und an DVDs, weil ich die Filme in einer guten Qualität (manchmal auch mit Booklet) und bestimmten Extras haben will. Manchmal gehe ich dann auch einfach in die Videothek. Und das ganze kombiniert mit Filesharing für Filme, bei denen es nicht so schlimm wäre, würde ich sie nicht gesehen haben. ,-)

    Und einfach aufgeben, weil „der Mensch“ für irgendwas nicht bereit ist, war ja noch nie mein Stil.

  5. ekeldude permalink
    Januar 23, 2008 5:54 pm

    Gefährlicher Stil. Denn wenn wir jetzt Anarchie hätten, wäre das das absolute Chaos. Man muss nicht immer alles überstürzen. Manchmal ist es besser ein Weilches zu warten…

    Alleine schon das Wort „Filesharing“ ist iritierend. „Teilen“. Wo kommt der Inhalt her? Das interessiert keinen. „Sharing“ lenkt vom Diebstahl ab. Irgendwie kommunistisch. Bäh.

    Ich mein du „tust“ es moderat, aber andere gehen nie ins Kino oder bezahlen auch nur irgendwie einen Cent für einen Film. Und dieser Spot fördert genau diese Mentalität!

    Deshalb ist er doof.

  6. katharina permalink
    Januar 23, 2008 11:36 pm

    Naja… Nur weil es auf einen Schlag eingeführt absolutes Chaos (aber vielleicht auch produktives?) bedeuten würde, heißt das ja noch lange nicht, dass es sich nicht lohnen würde, darauf hinzuarbeiten. Beispielsweise über Hierarchiearmut und dergleichen. (Das nur zum Meta-Thema)

    Ja, wo kommt der Inhalt her? Vielleicht auch zum großen Teil aus Steuergeldern, wie auch jetzt schon? Stellt ein Film – den es als physisches Gut nie gibt, sondern maximal den Datenträger – denn überhaupt ein Besitzgut dar? Was ist, wenn ich manche Szenen immer und immer wieder in meinem Kopf wiederhole. Wenn ich mich inspiriert fühle durch einen Film und selber beispielsweise ein Bild male. Müsste ich dann nicht eigentlich auch – nach deiner kruden Eigentumsdefinition – Rechte meines Bildes an den/die FilmemacherInnen abgeben? Puh, das wird ganz schön schwierig, wenn dann jemand ein Gedicht auf mein Bild macht….

    Teilen von Kulturgütern hat somit auch einen echt produktiven Charakter. Und wenn das ganze – rein realpolitisch gesehen – eh zum großen Teil aus der Gemeinschaft kommt – dann kann diese sie auch „teilen“. Zudem gab es auch schon früher Mixtapes und dgl., wo ständig Leute die Musikindustrie hintergangen und – in deinen Worten – bestohlen haben. Dennoch wurde es immer als nette Geste gesehen. Und das hat erstmal überhaupt nichts mit Kommunismus zu tun!

    Andere gehen nie ins Kino, weil sie den Service nicht brauchen. Übrigens: Homecooking kills the restaurant industry. und noch viel schlimmer: homefucking kills prostitution!

  7. ekeldude permalink
    Januar 25, 2008 11:35 am

    Meine Intention war nicht haarspalterisch über Finanzierungskonzepte der Filmindustrie zu schreiben, sondern darauf aufmerksam zu machen, dass der Spot eine (meiner Meinung nach) unschöne Geisteshaltung rechtfertigt und fördert.
    Auch wenn im Internet die Daten faktisch jedem und überall zur Verfügung stehen, heisst das nicht, dass man damit umgehen darf als seien sie nichts Wert, als kümmere der Urheber nicht.
    Nehmen wir die Fotos von dir. Ich könnte sie klauen und damit Schabernack betreiben. Selbst wenn dir es egal ist, sollte ein humaner Zeitgeist herrschen, der dies nicht gutheisst. Denn es könnte genau so gut sein, dass dich mein Schabernack zutiefst verletzt. Das ist ein Grundrespekt vor dem Erzeugtem anderer. Das verstehe ich unter anderem unter „… die Freiheit andere einschränken!“

    Sicher bin ich kein Heiliger. Aber es geht nicht darum perfekt zu sein, sondern sich um ein angenehmes Miteinander zu bemühen. Und solange man sich nicht sicher ist, ob das Daten“sharing“ nicht doch irgendwo Schaden verursacht, sollte man es lassen.

    Aber da du Politikerin bist, wirst du sicherlich noch eine Antwort parat haben. Und sei es nur um der Antwort wegen…

    Ach und „Hierarchiearmut“ ist quatsch, weil der Mensch sich von Natur aus danach richtig. Erst muss man den Menschen verstehen, dann kann man „Politik“ machen.

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