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Eine Liebeserklärung

April 3, 2008

Mein letzter Beitrag für heute und auch von der re:publica. Leider kann ich morgen aus privaten Gründen nicht anwesend sein. Ich hoffe, alle meine LeserInnen hatten dennoch Spaß und ein wenig die Möglichkeit, an der re:publica „teilzuhaben“.First they twitter, later they shit on your head.
Eine monochrom-Abendveranstaltung
mit Johannes Grenzfurtner

Schon die Beschreibung der Veranstaltung klingt wieder einmal so atemberaubend aufreend, dass ich mich schon im Voraus freue, sie besuchen zu können.

Für „re:publica“ wird monochrom das Format der guten alten Gala-Show auf die spätkapitalistische Gegenwart anwenden und zwischen Performance, Musik, und Film auch Theoriebreitseiten vor den Bug knallen. Erscheinen Sie zahlreich, wenn möglich manisch. Powernapping herzlich willkommen. Bei Nicht-Gefallen garantiert Gefühle zurück.
Aus der Beschreibung

Natürlich sagt diese Ankündigung eigentlich noch überhaupt nichts über das spätere Event aus, aber man freut sich wenigstens schonmal drüber. Und ich muss ja sagen, dass ich monochrom so gerne mag, dass ich diesen Post super gerne und super ehrlich „Eine Liebeserklärung“ genannt habe, denn ich kann nur voll des Lobes und voll der Liebe über alles berichten, was monochrom eigentlich so macht. Und während die andere Veranstaltung noch überzieht, zeige ich euch hier noch ein paar Projekte, die diese netten Menschen sonst schon so gemacht haben.

Was sehr schönes am Volkstheater in Hundsturm. „Repariert was euch kaputt macht.(2006)“ Allein der Titel! Nicht mehr alles nur zerstören, wie es die Menschheit schon immer getan hat, nein, nun wird repariert. Nachhaltigkeit ist die neue Zerstörung!

Großartige Aufkleber, die man sich bestellen kann mit lauter tollen Sprüchen wie diesem hier:

Und am liebsten würde ich ja alle Sticker (oder: Pickerl) hier zeigen, aber lieber mal nicht, sonst wird dieser Beitrag überbordend! Aber „a Gwand“ würde ich euch doch noch gern zeigen. (Konsum is ja großartig.) Beispielsweise das Gender-Shirt.

Filme wie Kiki und Bubu, die man „durchaus auch als Sozialkritik sehen kann.“ Und wenn ihr euch den Film anseht, findet ihr es auch lustig, dass der Ausdruck gerade in Anführungszeichen gesetzt ist. Schaut euch einfach mal bei denen um, denn jetzt kommt von mir die Beschreibung von dem, was Herr Grenzfurtner eigentlich so macht auf der re:publica.. in seiner Abendgestaltung.

Also erstmal verschwinden irgendwie ganz viele Leute, die nicht wissen, was sie damit eigentlich verapssen. Aber so viele Leute, die schon auf dem 24C3 waren, sind hier jetzt auch wieder nicht. Nein, hier geht es viel bunter, hipper und ich-mach-auch-was-mit-Medien-mäßiger zu. Und diese ganzen hippen Leute verpassen nun den geilsten Teil der Abendshow, aber so sind diese hippen Leute wohl. Zudem stehen mir viel zu viele Leute IN DER SICHT. Und die labern und machen die Bühne nicht frei und unterhalten sich und verhindern somit, dass das ganze überhaupt anfangen kann, während ich hier gar auf Kohlen sitze. Reicht immerhin noch die Zeit, den Platz zu wechseln auf eine Position in der ich evtl. noch mehr sehen kann als links-außen. Und nein, das ist jetzt NICHT politisch gemeint. Anhand der jetzt immer häufiger genutzen Großbuchstaben, die ja bekanntlich psychologisch als „mit Nachdruck“ bzw. „schreiend“ empfunden werden, merke ich, wie angespannt ich bin, derweil will ich doch eigentlich nur eine großartige Show sehen. Aber nein, nicht mal die erste PowerPoint-Folie wird mir gegönnt, weil davor Menschen stehen, die sich noch über das Thema „Musik im Netz“ der vorherigen Veranstaltung unterhalten, die eine Diskussion auf dem Level geführt hat, wie ich sie leider vor drei Jahren schon geführt habe und die ich deswegen für nicht sonderlich wichtig hielt. (Entschuldige dafür). Hätte halt, wie so vieles hier leider, einfach mal mehr sein können.

Derweil versuche ich – in Anlehnung an den Titel der Veranstaltung – mich mal wieder daran, twitter endlich zu verstehen. Aber das klappt natürlich schon wieder nicht. Muss ich wirklich einen vollwertigen googlemail-account haben, um das zu benutzen? Dazu bekommen mich aber keine 109 Pferde!
Wahrscheinlich wird ein wesentliches Merkmal des folgenden Events sowieso sein, dass er unbeschreiblich sein wird. Wenn er denn mal anfangen würde. Wenigstens kann ich jetzt die Folie sehen, auf der ein Matschmonster (wie soll ich das sagen?) abgebildet ist und drunter steht der Satz „Nurgel staring and thinking the sentence ‚Modern electronic music would be unthinkable without Kraftwerk!'“, aber um diesen Satz bestätigen zu können, müsste ich wahrscheinlich Kraftwerk besser kennen. Und jetzt… Juhu, der Satz wird abgedunkelt und er fängt an, die Leute persönlich zu begrüßen, naja… „Zu wenig Kontakt im Web 2.0“ Tja… Er macht es in Englisch. bzw. gemischt. ok. Und wenn er echt emotional wird, dann wird es lang. „Der Weg der Deutschen ist eh voller Schuld.“
Am besten nur ein paar Zitate, die alle großartig sind und eigentlich gar nicht gehen. (Denn er macht viel zu viel mit Bildern und so… ich kann ja nur jedem/r empfehlen, selber auf eine Veranstaltung von monochrom zu gehen.)

„Blitzkrieg 2.0“ ist so eins.

Und sie sammeln Tippfehler und Copyright-Warnings. Also schickt sie an die Leute. Juhu! Die Sammlungen sind immer sehr lustig… Das glaub ich jetzt nicht… aber: In meinem Beitrag der Liebeserklärung singt Johannes Grenzfurter ein Liebeslied! ja, Juhu! Als hätte ich es nicht schon davor gewusst. „Oh fuck, I love apple.“
Oh.. und er zeigt Kiki & Bubu, was ich ja oben schon verlinkt hatte. Sehr sehenswert, unbedingt.

Eine Erkenntnis, eine Erkenntnis: (frei übersetzt) „Früher war die Revolution noch einfach, da war die Gesellschaft noch total streng. Da hatte die Revolution noch einen Nutzen. Es gab klare Grenzen. Wo sind die denn hin?“ Und: „Eigentlich sind sie noch da. Die Aufgabe ist nur schwerer; man muss sie erst erkennen!“
An der Twitterwand: „Wenn Powerpoint-Präsentationen Kunst sind, ist Neoliberalismus-Kritik Avantgarde.“
„Ihr habt Hitler gefressen, wir haben ihn euch zur Verfügung gestellt.“

Und damit verabschiede ich mich in die Jeopardy-Runde… Immerhin habe ich Wetter versprochen, da mitzumachen.

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2 Kommentare leave one →
  1. Anhalter permalink
    April 8, 2008 2:32 pm

    Ich hab einen neuen Blog. Du hast Recht: bei WordPress gibt es wirklich schönere Themes!

    http://anhaltspunkt.wordpress.com/

    Ich will das Monochrom T-Shirt, ist das toll!

Trackbacks

  1. Juhu! Monochrom hat mich beachtet! « Schmetterlinge

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