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Revisionist im Kultur- und Bildungsministerium

April 24, 2008

Hilfe! Dr. Peter D. Krause wurde als Kultur- und Bildungsminister für das Land Thüringen berufen. Diese Person war ja undank ihrer Lehrtätigkeit schon einmal Thema hier. Dass ich nun fast genau ein Jahr wieder auf einer ganz anderen Ebene mit ihm zu tun habe, schockt mich ja schon. Ich meine, ein Ziel haben wir ja sicherlich erreicht, nämlich, dass er nun bestimmt nicht mehr an der Uni unterrichten wird. Nicht einmal für CDU-Freund_innen umsonst. Aber einen Geschichtsrevisionisten im Bildungsministerium sitzen zu haben…. Da wird mir echt schlecht von.

Irgendwann wird dieser Wahnsinn bitte aufhören, ja?

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6 Kommentare leave one →
  1. Jürgen Saalfeld permalink
    April 30, 2008 2:22 pm

    Würden die Medien auch so einen Sturm entfachen, wenn ein designierter Minister in seiner Vergangenheit für die linke TAZ oder die Junge Welt geschrieben hätte? Hier wird mit zweierlei Maß gemessen. Wo es linke Zeitungen und Politiker gibt, da ist es doch ganz normal, dass es auch eine rechte Seite gibt.
    In der Frankfurter Paulskirche 1848 saßen „auf der „linken“ Seite die Arbeiter und auf der „rechten“ Seite die konservativen und christliche Parteien (Zentrum).
    Nur so viel zum historischen Hintergrund des Links-Rechts-Schemas.

    EILMELDUNG:

    Hintergründe zur Attacke des Journalisten Florian Gathmann (31) auf Herrn Dr. Peter Krause MdL (CDU), designierter Kultusminister Thüringens

    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,549495,00.html

    Autor: Florian Gathmann

    Nach und nach kommen die Hintergründe des Artikels über Herrn Dr. Krause auf Spiegel online ans Licht. So soll der Journalist Florian Gathmann seit Jahren ein gestörtes Verhältnis zu Herrn Dr. Krause haben. Eine abgelehnte Interviewanfrage aufgrund von Terminschwierigkeiten hat den 31-jährigen Journalisten offensichtlich so gekränkt, dass seine Revanche auf Spiegel online entsprechend heftig ausfiel.

    Gathmann ist in der Politikberichterstattung aus Thüringen kein Unbekannter. Er kommt ursprünglich aus Baden-Württenberg, schreibt aber seit einigen Jahren aus dem Freistaat.

    Gathmann wird nachgesagt, Karriere machen zu wollen. Sensationelle Geschichten auf Spiegel online gelten in Journalisten-Kreisen als „Karriere-Beschleuniger“. Im Falle des Beitrags über den CDU-Landtagsabgeordneten Dr. Peter Krause, der zu DDR-Zeiten in Opposition gegenüber der SED-Dikatur stand, rümpfen aber selbst erfahrene Redakteure mittlerweile die Nase.

    Aufhänger für Gathmanns Artikel ist die frühere Tätigkeit Dr. Krauses für die Berliner Wochenzeitschrift Junge Freiheit. Die Junge Freiheit ist hinter der ZEIT und dem Rheinischen Merkur die drittgrößte Wochenzeitung Deutschlands.

    Wie aus Gathmanns alter schwäbischen Heimat zu erfahren war, verarbeitet der Journalist in seinem Kampf gegen die Jungen Freiheit und Dr. Krause auch eigene Jugendsünden.

    So heißt es, dass sich Gathmann als Abiturient mehrmals abfällig über Ausländer geäußert haben soll. Zu einem Eintritt bei den in Baden-Württenberg in den 90er Jahren besonders starken Republikanern sei es aber nicht gekommen, obwohl ihn Schulfreunde dazu drängten. Nach dem Abitur konnte sich Gathmann aber aus seinem damaligen Freundeskreis befreien.
    Gathmann gilt heute als Demokrat.

    Jedem jungen Menschen wird in einem freien Land wie Deutschland zugestanden Erfahrungen zu sammeln, Dinge auszuprobieren. So hat es auch Florian Gathmann getan. Niemand würde ihm heute daraus einen Strick drehen wollen.

    Jedoch darf von einem Journalisten auch erwartet werden, dass mit der gebotenen Fairness und Genauigkeit über andere Menschen berichtet.
    Leider hat sich Florian Gathmann mit seinem Artikel über Dr. Krause, der in Weimar als Kulturpolitiker über ein hohes gesellschaftliches Ansehen verfügt, mehr als „vergaloppiert“. Eine Entschuldig wäre angemessen. aber darüber muss Herr Gathmann selbst entscheiden. Er wird wissen, wie viel ihm sein Ruf und seine Seriösität als Berufsanfänger Wert ist.

    Herr Dr. Krause ist jedenfalls in Thüringen als ein Mann bekannt, der sich einem Gespräch nicht verschließt, der verzeihen kann und nicht nachtragend ist.

  2. schmettern permalink*
    Mai 1, 2008 10:05 am

    Salü!

    Dankeschön für deinen ausführlichen Kommentar. Jedoch bin ich etwas verwundert, warum du dich so ausführlich mit Florian Gathmann beschäftigst, obwohl ich ihn überhaupt nicht erwähne und auch überhaupt nichts mit ihm zu tun habe. Zudem würde ich sagen, ist das doch auch nur ein Artikel unter vielen. Immerhin hat sich bis zur ZEIT fast die gesamte deutsche Presselandschaft mit Krause beschäftigt.

    Dann möchte ich noch sagen, dass meines Erachtens von Links vielleicht die Jungle World mit der Jungen Freiheit zu vergleichen ist. Der taz würde ich die faz gegenüberstellen. Und da hätte ich auch kein Problem mit, wenn bei der faz jemand Redakteur wäre. Allerdings gilt es auch zu bemerken, dass Linksextremismus derzeit kein gesellschaftliches Problem darstellt. Wohingegen wir besonders hier in Thüringen es ständig mit Nazis zu tun haben.

  3. Jürgen Saalfeld permalink
    Mai 1, 2008 6:56 pm

    Hallo,

    danke für Deinen Kommentar auf meinen Kommentar.

    Wenn Du in den aktuellen Verfassungsschutzbericht schaust, wirst Du sehen, dass es im letzten Jahr in Deutschland mehr Linksextremisten und derartige Aktivitäten gab.
    Letztes Jahr am Rande des G8-Gipfels gab es auch heftige linksextreme/autonome Ausschreitungen, heute – am 1. Mai – auch in Hamburg.

    Ich lehne Extremismus – egal welcher Art – ab!
    Aber in einer demokratischen Kultur sollte man „links“ oder „rechts“ sein dürfen, ohne gleich in die Nähe von Neonazis oder Kommunisten gesetzt zu werden.
    Zu den historischen Hintergründen der Rechts-Links-Begrifflichkeit habe ich ja schon geschrieben.

    Was den Redakteur von Spiegel online betrifft: Ich wollte nur aufzeigen, dass viel mediale Aufregung einfach nur von einzelnen Journalisten erzeugt wird, die nicht die Absicht haben, ausgewogen zu schreiben.

    Das ist schade und schadet sowohl der journalistischen als aich politischen Kultur!

  4. schmettern permalink*
    Mai 2, 2008 1:33 pm

    Hey Hey,

    Ist doch selbstverständlich.

    Die Frage ist, ob sinnlose Zerstörung unter dem Label „Linksextremismus“ wirklich staatsgefährdend ist. Ich würde sagen, dass hier hauptsächlich pubertierende Jugendliche ihren Frust an was auch immer auslassen. Das hat keinen Sinn und ich halte das auch nicht für den richtigen Weg. Jedoch kann man sich hier auch fragen, warum das der Fall ist. Jedenfalls zähle ich das nicht wirklich zu demokratiegefährdenden Linksextremismus.

    Während die NPD tatsächlich in Parlamenten sitzt und dort menschenverachtende Politik versucht, durchzusetzen.

    Peter Krause ist ja nun auch kein unbeschriebenes Blatt. Er benutzt Phrasen, in denen – bei seinem rhetorischen Wissen wohl auch absichtlich – versteckt „Nationalsozialismus“ drin steckt. Während ich jeglichen Rückzug auf ein wie auch immer geartetes Konstrukt – denn es ist immer ein Konstrukt – auf eine beschränkte Gemeinschaft, die sich von anderen – die sie definiert – abgrenzt und dadurch ihre Mitglieder normalisiert, für eine beschränkte Sichtweise.

    Und ich halte einen Kultus- und Bildungsminister, der im Angesichte von Buchenwald der „Weimarer Opfer“ gedenkt, ohne zu beachten, dass die Weimarer Bürger_innen blind dem Nationalsozialismus und all seiner menschenverachtenden Ideologie gefolgt sind, für untragbar. Vor allem, wenn er dann Vorsitzender der Stiftung Buchenwald und Mittelbau-Dora qua Amt ist. Da graust es mir ein wenig vor, wenn du verstehst.

    Die mediale Aufregung – wie du das nennst – artet vielleicht gerade in eine unfaire Hetzjagd aus. Darüber will ich mir kein Urteil erlauben. Allerdings halte ich es immer noch für unmöglich, dass eine solche Person einen derartigen Posten besetzen soll. Und nur wegen einer unfairen medialen Darstellung wird das nichts an meiner politischen Überzeugung ändern.

  5. Reinform permalink
    November 3, 2008 10:01 pm

    “Während die NPD tatsächlich in Parlamenten sitzt … “ Die Linkspartei (umbenannte DDR-Diktaturpartei SED), welche menschenverachtende Politik bereits durchgesetzt hat, ist sogar an Landesregierungen beteiligt …

  6. schmettern permalink*
    November 3, 2008 10:30 pm

    ich mache eine partei an ihrer programmatik fest und nicht daran, welche vorgängerpartei es sein könnte.

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